Bremen

Manche Leute sagen Bremen sei die schönste Stadt Norddeutschlands. Auf jeden Falls ist sie eine Reise wert.

Bei einem Spaziergang durch die historische Innenstadt mit dem berühmten Marktplatz, dem Schnoorviertel und der Böttcherstraße ist die 1200-jährige Geschichte der Stadt überall gegenwärtig. Märchenhafte Gestalten wie die berühmten "Bremer Stadtmusikanten" gehören genauso zum Stadtbild wie die Becks-Brauerei und deren "Flagschiff", die Alexander von Humboldt, die in Bremerhaven zu Hause ist.

Dominierend auf dem Marktplatz ist das 1410 erbaute gotische Rathaus mit seiner Fassade im Stil der Weser-Renaissance von 1616. Es ist bis heute Sitz des Senates (Regierung des Landes Bremen) und des Bürgermeisters (Ministerpräsident).

Vor dem Rathaus steht die Roland-Statue, das Wahrzeichen Bremens.

Roland mit dat kruse Haar war he kickt so wunnerbar.
Roland mit den spitzen Knee
segg mol, deit di dat nicht weh.
Roland mit sin Wapenrock steiht so stiff as wie en Stock.

Vom Marktplatz aus erreicht man zu Fuß in wenigen Minuten die "Schlachte", die neu herausgeputzte Weserpromenade. Der bremische Hafen, wo einst Hansekoggen Ladung und Wohlstand brachten, ist sonnabends Tummelplatz der Flohmarkthändler. Jeden Tag lockt internationale Gastronomie aus Kuba, Australien, den USA, Japan oder Bayern.
Schon Esel, Hund, Katz' und Hahn aus dem Märchen der Gebrüder Grimm zog es in die Stadt an der Weser. Ein Denkmal zu Ehren der 'Bremer Stadtmusikanten' ist seitlich des Rathauses zu bewundern.

Ein Musterbeispiel für die Erhaltung eines typischen, kulturhistorisch bedeutenden Quartiers ist der Schnoor, Bremens uraltes Handwerker- und Schifferviertel. In den engen, verwinkelten Gassen - die schmalste misst nur 80 Zentimeter - mit viel Fachwerk und pastellfarbenen Fassaden arbeiten heute Künstler, Galeristen und Goldschmiede.

Ebenso originell ist die 110 Meter lange Böttcherstraße mit ihrer traditionellen Backsteinarchitektur. Hier befindet sich das Paula Modersohn-Becker Museum, das Roselius-Haus mit dem Glockenspiel aus Meißener Porzellan und das Bremer Casino.

Wer gerne Museen besucht, hat in Bremen reichlich Auswahl: Die Kunsthalle zeigt Malerei, Graphik und Plastik aus sechs Jahrhunderten. In der Weserburg wird zeitgenössische Kunst ausgestellt. In die Bremische Geschichte kann man im Focke-Museum eintauchen, während das Übersee-Museum, der Universum Science Center und das europäische Raumfahrtzentrum Astrium in ferne Welten entführen.

Weitere Informationen:

Bremer Touristik Zentrale
www.bremen-tourism.de

Weitere Stadtinformationen
www.Bremen.de

Panoramabilder
www.deutschland-panorama.de/staedte/bremen/start.html

Das Märchen der Bremer Stadtmusikanten
www.bremen.de/sixcms/detail.php